Handwerk
Wetterfester Loden — Wie der Walkloden in rund 40 Arbeitsschritten entsteht
Erschienen im Gwandhaus Journal, Ausgabe 39, Herbst 2024. Wetterfester Loden — aus der Reihe „Das Naturerlebnis".

Einer der widerstandsfähigsten Stoffe aus der Natur
Loden ist einer der widerstandsfähigsten Stoffe aus der Natur.
Meist wird heute Walkloden unter dem Begriff verstanden — eine spezielle Form der Lodenherstellung, die rund 40 Arbeitsschritte vom Scheren der Schafe bis hin zum verarbeitbaren Stoff beträgt.
Walkloden zuerst gewebt, dann gewalkt
Im Unterschied zum Walkstoff wird Walkloden zuerst gewebt und erst im Anschluss gewalkt.
Schafwolle verfilzt — gezielt eingesetzt
Wer schon einmal einen Wollpullover unabsichtlich im Normalprogramm der Waschmaschine gewaschen hat, weiß: Schafwolle schrumpft und verfilzt unter dem Einfluss von Wasser, Waschmittel oder Seife, Wärme und Reibung.
Gezielt eingesetzt, kann diese Eigenschaft etwa zur Herstellung von Loden genutzt werden.
Ist das gewebte Stück ordentlich verfilzt, wird es zusätzlich noch geknetet und gehämmert.
Aufrauung und Schur — Disteln früher
Im Anschluss sorgt eine Aufrauung mittels Maschine — früher verwendete man dazu Disteln — und eine Schur für den flauschigen Griff.
Bereit als Wetterfleck — wie im alten Rom
Danach ist der Loden bereit für die Verwendung etwa als regen- und winddichter Wetterfleck — eines der ältesten Kleidungsstücke, das heute in seiner ursprünglichen Form noch genauso getragen wird, wie im alten Rom.
Inhalt direkt aus dem Gwandhaus Journal, Ausgabe 39 (Herbst 2024), übernommen. Das vollständige Heft als PDF finden Sie im Journal-Archiv.


















