"Wohl ist alles in der Natur Wechsel, aber hinter dem Wechsel ruht ein Ewiges."
(J. W. v. Goethe)
Kaum habe ich die Autobahn von Süden hinter mir gelassen, zieht mich das Asphaltband geradewegs darauf zu. Der Blick streift Bauernhäuser, grüne Wiesen und lineare Alleen. Darüber vereint das Auge in enger Zweistimmigkeit die Festung Hohensalzburg mit dem Gwandhaus. Anhalten und staunen heißt das für mich. Schließlich gibt, nach dem Eindruck von Historie und Bausubstanz, ein kleiner Schwenk um die eigene Achse die wilde Kulisse frei. Da, wo die Tracht zuhause ist, stehen gleichsam barocke Stadt und schroffe Felswände Pate, die den Geist eines soliden Unternehmens ausmachen: Tief verwurzelt und im Rhythmus der Zeit.
Das Gössl-Gwandhaus beherbergt all die Genüsse eines erfüllten Tages – mühelos schwebe ich über den sonnengleichen Gössl-Firmensitz. Die Champagner-Gläser der Gwandhaus-Gesellschaft spiegeln sich im Licht und vom Park ist das Lachen derer zu hören, die ausgelassen spielen.
Auf der Galerie des großen Gössl-Geschäfts wird mein Blick magisch angezogen von der Hände Arbeit der Näherinnen und Stickerinnen im Atelier. Das Lächeln einer Braut schweift glücklich über ihr Spiegelbild im zauberhaften Gössl-Hochzeitskleid. Ich folge den Lampassen zu farbenreichen Dirndln, zu Joppen, Pfoaden, zu Hanfledernen, Stutzen, zu allem, was das Trachtenherz begehrt.
So wie der prächtige Saal unvergessliche Abende beschert, lebt bis zur Wiederkehr die Erinnerung an die raffinierte Küche des haubengekrönten Gwandhaus Café-Restaurants, deren Niveau so hoch ist, wie die Berge aus denen sie schöpft. Und ich genieße am Ende des Tages die Schmankerln der Greißlerei de Merin - jenes kulinarische Destillat aus dem Herzen der Steiermark, das in Salzburg eine zweite Heimat gefunden hat.
„Über das Gwandhaus von Gössl reden Trachtenliebhaber wie Katholiken über den Vatikan.“ (Die Zeit)


